Prof. Dr. Philipp Bagus,
Deutschland / Spanien

Vordenker wirtschaftlicher Erneuerung
Prof. Dr. Philipp Bagus

Biografie

Als Javier Milei noch als schriller TV-Ökonom galt und kaum jemand außerhalb Argentiniens seinen Namen kannte, diskutierte Philipp Bagus bereits mit ihm über Geld, Freiheit und die Grundlagen einer marktwirtschaftlichen Ordnung. Was damals wie akademische Theorie wirkte, ist heute Regierungspraxis eines Landes, das die Weltwirtschaft mit einem der radikalsten Reformexperimente unserer Zeit überrascht.

Bagus beobachtet diesen Wandel nicht aus der Distanz. Er gehört zu den wenigen europäischen Ökonomen, die Javier Milei persönlich kennen und seinen wirtschaftspolitischen Ansatz seit Jahren wissenschaftlich begleiten. Sein Buch Die Ära Milei entstand nicht als Kommentar zum Zeitgeschehen, sondern aus einem langen gemeinsamen Diskurs über Geldordnung, Eigentum und die Grenzen staatlicher Intervention. Dass Milei selbst das Vorwort schrieb, ist Ausdruck dieser außergewöhnlichen Verbindung.

Seit beinahe zwei Jahrzehnten lehrt und forscht Bagus an der Universidad Rey Juan Carlos in Madrid. Dort gehört er zu den international profiliertesten Vertretern der Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit Geldtheorie, Zentralbanken, Inflation, Deflation und den langfristigen Folgen staatlicher Eingriffe in wirtschaftliche Prozesse. Internationale Beachtung fand er bereits mit seinem Buch The Tragedy of the Euro, das bereits zu Beginn der Krisen auf strukturelle Schwächen des europäischen Währungssystems hinwies und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde.

Was Bagus auszeichnet, ist die seltene Verbindung aus wissenschaftlicher Tiefe und politischer Aktualität. Während wirtschaftspolitische Debatten häufig um kurzfristige Konjunkturdaten kreisen, richtet er den Blick auf die Grundlagen: Was ist stabiles Geld? Welche Folgen hat dauerhafte Verschuldung? Wie viel Staat verträgt eine freie Wirtschaft, ohne ihre Dynamik zu verlieren? Seine Antworten folgen keinem Zeitgeist, sondern einer ökonomischen Denktradition, die konsequent vom Individuum, vom Eigentum und von marktwirtschaftlicher Ordnung ausgeht.

Gerade deshalb ist seine Perspektive für B-Safe26 von besonderem Interesse. In einer Welt, in der Staatsverschuldung wächst, Währungen unter Druck geraten und wirtschaftliche Machtzentren sich neu ordnen, stellt Bagus die grundlegende Frage nach den Voraussetzungen nachhaltigen Wohlstands. Er analysiert nicht nur, warum bestehende Systeme an ihre Grenzen geraten, sondern auch, welche Alternativen sich daraus ergeben.

Wer Philipp Bagus zuhört, erhält keine Schlagzeilen über Argentinien. Er erhält einen seltenen Einblick in das ökonomische Denken hinter Javier Milei – und damit in einen der weltweit meistbeachteten wirtschaftspolitischen Reformversuche unserer Zeit.