Mitten in der Wiener Innenstadt, in der Herrengasse, nur wenige Schritte von Hofburg und Ballhausplatz entfernt, liegt das Palais Niederösterreich – ein Haus, in dem Geschichte nicht dargestellt, sondern entschieden wurde.
Seit 1513 diente das damalige niederösterreichische Landhaus als politischer Versammlungsort der Stände. Hier wurden Interessen gebündelt und Konflikte ausgetragen. 1848 wurde das Gebäude zum Brennpunkt der Revolution im Kaisertum Österreich. 1918 konstituierte sich in diesen Räumen die Provisorische Nationalversammlung und leitete den Übergang von der Habsburgermonarchie zur Republik ein.
Wien selbst war über Jahrhunderte hinweg mehr als Hauptstadt Während des Wiener Kongresses 1814/15 wurde die Stadt zum Zentrum europäischer Neuordnung – geprägt nicht nur von offiziellen Verhandlungen, sondern ebenso von informellen Gesprächen und Netzwerken. Im Vormärz verdichteten sich hier politische Spannungen, im 20. Jahrhundert wurde Wien zu einem diplomatischen Schnittpunkt zwischen Ost und West. Diese Rolle als Ort der Vermittlung und des Austauschs prägt die Stadt bis heute – zwischen Protokoll und Gespräch, zwischen Bühne und Hintergrund.
Das Palais Niederösterreich steht damit für Systemwechsel, Neuordnung und politische Klärung unter realen Bedingungen.
Genau hier setzt B-SAFE26 an: als bewusst begrenzter Rahmen für Austausch, der nicht auf Öffentlichkeit zielt, sondern auf Substanz – in einem Umfeld, das seit Jahrhunderten von Entscheidungsprozessen geprägt ist.